Startseite \ Kompetenz \ Zähneknirschen – Zähnepressen

Zähneknirschen – Zähnepressen

Hauptfunktion unserer Zähne ist das Zerkleinern von Nahrung. Was aber, wenn wir unbewusst – vor allem nachts – mit unseren Zähnen knirschen und mahlen? Wenn unser eigenes “Knirschen” uns den Schlaf raubt? Bruxismus, wie “Zähneknirschen” in der Fachsprache genannt wird, kann nicht nur sehr störend, sondern auf die Dauer auch zu schweren Schäden führen. Starke “Knirscher” setzen ihre Zähne und ihr Kausystem einem enormen Druck aus. Dieser Druck auf die Zahnreihen kann bei Frauen bis zu 300 Kilo, bei Männern bis zu 400 Kilo erreichen. Darunter leiden vor allem die Zähne und das Kiefergelenk. Schmerzen können auch in den Nacken- und Schulterbereich oder in den Schläfen- und Ohrenbereich ausstrahlen.

Den Grund für Bruxismus vermuten Experten in falschen Zahnstellungen oder auch im Stress, den Betroffene durch das Knirschen abzubauen versuchen. Durch die manuelle Diagnostik können wir Einschränkungen in der Bewegung feststellen und so die chronischen Verspannungen in der Kiefermuskulatur entlarven.

Erste Hilfe bei Bruxismus bietet eine Aufbissschiene, die nachts getragen wird und den Kiefer und das Kiefergelenk entlastet. Ergänzt wird die Schiene durch eine spezielle Physiotherapie zur Lockerung der Kiefermuskeln. Die Aufbissschiene bewirkt eine symptomatische Behandlung, sie wirkt wie ein Schutzüberzug für die Zähne, das Knierschen oder Pressen wird dadurch nicht verhindert, aber weil die Schiene weicher ist als die Zähne, wird die Schiene abgerieben und nicht die Zähne. Die Schiene wird meist Nachts getragen.